Trifokal oder EDOF? Welche Linse beim Linsenaustausch passt
Hinweis zur Transparenz: Dieser Artikel wird von Mapa Health veröffentlicht, einem Patientenkoordinator mit Sitz in Istanbul, zugelassen vom türkischen Gesundheitsministerium (Lizenz AK-0456). Er dient der Information, hat einen kommerziellen Hintergrund und ersetzt keine augenärztliche Beratung.
Kurze Antwort: Trifokal oder EDOF hängt vor allem davon ab, wie wichtig Ihnen das Lesen ohne Brille ist und wie viel Sie nachts Auto fahren. Trifokallinsen decken Ferne, Zwischenbereich und Nähe ab, verursachen aber vor allem in den ersten Monaten häufiger Lichthöfe. EDOF-Linsen machen bei Ferne und Bildschirm scharf, verursachen meist weniger Lichthöfe, zum Lesen kleiner Schrift braucht man aber oft eine Brille. Monofokallinsen sorgen für scharfe Sicht in einer Entfernung und für die beste Nachtsicht. Die Partnerklinik von Mapa Health setzt die Trifokallinse Alcon PanOptix ein, bei Hornhautverkrümmung die PanOptix Toric.
Auf einen Blick
Monofokallinse: eine scharfe Entfernung, meist die Ferne, sehr wenige Lichthöfe, Lesebrille nötig.
EDOF-Linse: Ferne und Zwischenbereich bis etwa zum Bildschirm, weniger Lichthöfe als trifokal, für kleine Schrift oft eine Lesebrille.
Trifokallinse: Ferne, Zwischenbereich und Nähe, die meisten Patienten lesen ohne Brille, Lichthöfe bei Nacht sind vor allem anfangs häufig.
Torische Linse: gleicht zusätzlich eine Hornhautverkrümmung aus, als Variante aller drei Typen erhältlich.
Bei Mapa Health: Alcon PanOptix und PanOptix Toric, Paket ab 3.090 Euro für beide Augen, etwa 4 Tage in Istanbul.
Koordinator: Mapa Health, Lizenz AK-0456, Trustpilot 4,5 von 5 aus 108 verifizierten Bewertungen, mehr als 500 betreute Patienten seit 2020.
Wie die drei Linsentypen funktionieren
Beim Linsenaustausch wird die eigene Linse des Auges entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Welche Kunstlinse eingesetzt wird, entscheidet darüber, in welchen Entfernungen Sie danach ohne Brille scharf sehen.
Eine Monofokallinse hat einen einzigen Brennpunkt. Sie wird meist auf die Ferne eingestellt. Für den Bildschirm und zum Lesen brauchen Sie eine Brille. Dafür ist das Bild sehr klar, auch nachts.
Eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus) dehnt den scharfen Bereich von der Ferne bis in den Zwischenbereich. Das reicht oft für das Armaturenbrett, den Laptop oder das Kochen. Bekannte Modelle sind zum Beispiel Alcon Vivity oder Johnson & Johnson Tecnis Symfony.
Eine Trifokallinse teilt das einfallende Licht auf drei Brennpunkte auf: Ferne, Zwischenbereich und Nähe. Die Alcon PanOptix ist auf eine Lesedistanz von etwa 40 cm und einen Zwischenbereich von etwa 60 cm ausgelegt, also ungefähr die Entfernung zum Computerbildschirm.
Lichthöfe und Nachtsicht: der ehrliche Kompromiss
Jede Linse, die mehrere Entfernungen abdeckt, verteilt das Licht. Der Preis dafür sind optische Begleiterscheinungen: Lichthöfe (Halos) um Scheinwerfer und Straßenlaternen und manchmal ein leicht verminderter Kontrast bei Dämmerung.
Bei Trifokallinsen bemerken viele Patienten diese Lichthöfe in den ersten Wochen. Das Gehirn lernt in den folgenden Monaten, sie auszublenden. Bei den meisten werden sie deutlich schwächer, ganz verschwinden sie nicht bei jedem. Eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration kam zu dem Ergebnis, dass Trifokallinsen beim Sehen in der Nähe besser abschneiden als EDOF-Linsen, während EDOF-Linsen tendenziell weniger Lichthöfe verursachen. Die Studienlage dazu ist allerdings noch begrenzt.
Für den Alltag heißt das: Wer abends viel Auto fährt und empfindlich auf Blendung reagiert, sollte diesen Punkt beim Augenarzt offen ansprechen. Wer dagegen vor allem ohne Lesebrille leben möchte, nimmt die Lichthöfe meist gern in Kauf.
PanOptix, Synergy, AT LISA tri und Vivity im Vergleich
Auf dem Markt gibt es mehrere bewährte Premiumlinsen. Die Alcon PanOptix ist eine der am häufigsten eingesetzten Trifokallinsen weltweit. Die Johnson & Johnson Tecnis Synergy kombiniert trifokale und EDOF-Eigenschaften und bietet einen besonders durchgehenden Schärfebereich. Die Zeiss AT LISA tri ist eine bewährte Trifokallinse eines deutschen Herstellers. Die Alcon Vivity ist eine EDOF-Linse, die das Licht nicht aufteilt und deshalb meist weniger Lichthöfe verursacht.
Keine dieser Linsen ist objektiv die beste. Jede hat Stärken in einem anderen Bereich. Zur Klarheit: Die Partnerklinik von Mapa Health arbeitet mit der Alcon PanOptix, bei Hornhautverkrümmung mit der PanOptix Toric. EDOF- oder Monofokallinsen bieten wir nicht als Paket an. Wenn eine dieser Linsen für Ihre Augen und Ihren Alltag besser passt, sagen wir Ihnen das vor der Buchung.
Welche Linse zu welchem Alltag passt
Sie lesen viel, arbeiten am Bildschirm und möchten möglichst ganz ohne Brille auskommen: Hier spielt die Trifokallinse ihre Stärke aus. Viele Patienten lesen danach Zeitung, Handy und Speisekarte ohne Brille.
Sie fahren beruflich oder sehr häufig nachts Auto: Eine EDOF- oder Monofokallinse kann besser passen. Eine Lesebrille für kleine Schrift ist dann meist der kleinere Kompromiss.
Sie arbeiten in einem Beruf mit sehr hohen Anforderungen an Kontrast und Nachtsicht, etwa als Pilot: Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber oder der zuständigen Behörde, welche Linsen zugelassen sind, bevor Sie sich festlegen.
Sie möchten vor allem in die Ferne scharf sehen und lesen ohnehin gern mit Brille: Eine Monofokallinse ist die einfachste und kontraststärkste Lösung.
Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung
Eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) lässt sich mit einer torischen Linse gleich mit korrigieren. Ohne diese Korrektur bleibt das Bild trotz Premiumlinse unscharf, vor allem bei Multifokallinsen. Ob Sie eine torische Linse brauchen, zeigt die Messung der Hornhaut bei der Voruntersuchung. Bei Mapa Health kommt dann die PanOptix Toric zum Einsatz. Dafür können zusätzliche Kosten anfallen, die Sie vor der Reise schriftlich erhalten.
Für wen eine Trifokallinse nicht geeignet ist
Ein ehrlicher Koordinator sagt auch, wann eine Trifokallinse nicht geeignet ist.
Bei Erkrankungen der Netzhaut, etwa einer Makuladegeneration oder einer diabetischen Netzhauterkrankung, wird in der Regel keine Multifokallinse eingesetzt. Die aufgeteilte Lichtmenge verschlechtert dann das Sehen zusätzlich.
Bei fortgeschrittenem Grünem Star (Glaukom) oder einer stark unregelmäßigen Hornhaut, zum Beispiel bei Keratokonus, raten Augenärzte meist ab.
Nach einer früheren Laserbehandlung der Hornhaut ist die Berechnung der Linsenstärke schwieriger. Das schließt eine Trifokallinse nicht aus, verlangt aber besonders sorgfältige Messungen.
Sehr trockene Augen werden zuerst behandelt. Ein instabiler Tränenfilm verfälscht die Messung und das Ergebnis.
Wer sehr empfindlich auf Blendung reagiert oder ein absolut perfektes Bild in jeder Lichtsituation erwartet, wird mit einer Trifokallinse oft nicht glücklich.
Der Mythos „Mit der Trifokallinse nie wieder eine Brille"
Viele Anbieter werben mit dem Versprechen, dass Sie nach dem Linsenaustausch nie wieder eine Brille brauchen. Für den Alltag stimmt das bei vielen Patienten mit Trifokallinse tatsächlich. Für sehr kleine Schrift bei schlechtem Licht, lange Autofahrten bei Nacht oder feine Handarbeit greifen manche aber weiterhin zu einer Brille.
Ein seriöser Anbieter verspricht deshalb keine bestimmte Sehschärfe. Jedes Auge heilt etwas anders, und das Gehirn braucht Wochen bis Monate, um sich an die neue Linse zu gewöhnen.
Ebenso vorsichtig sollten Sie bei sehr niedrigen Preisen sein. Fragen Sie immer nach Hersteller und Modell der Linse. Bei Mapa Health steht beides im schriftlichen Plan, bevor Sie reisen.
So läuft die Linsenwahl bei Mapa Health
Mapa Health ist kein Augenarzt, sondern ein vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassener Koordinator (Lizenz AK-0456). Senden Sie uns Ihre aktuellen Brillenwerte für Ferne und Nähe, Ihr Alter und kurz, wie Sie Ihre Augen im Alltag nutzen, an info@mapahealth.com. So lässt sich vorab einschätzen, ob die PanOptix grundsätzlich zu Ihnen passt.
Die endgültige Entscheidung fällt bei der Voruntersuchung in der Partnerklinik in Istanbul. Gemessen werden unter anderem Hornhaut, Augenlänge, Netzhaut und Tränenfilm. Spricht der Befund gegen eine Trifokallinse, erklärt Ihnen der Augenarzt die Gründe. Die Bewertungen auf Trustpilot können Sie vorher selbst prüfen. Wie die ersten Tage und Wochen nach dem Eingriff verlaufen, lesen Sie im Artikel Heilung nach Linsenimplantation: Zeitplan und Rückflug. Ob ab 40 eher ein Laser oder ein Linsenaustausch passt, vergleicht der Artikel Ab 40: Augenlasern oder Linsenaustausch? Ein ehrlicher Vergleich. Preise, Ablauf und Paketleistungen finden Sie auf der Seite zur Linsenimplantation in der Türkei.
Über den Autor
Tayfun Com ist Gründer von Mapa Health, dem vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassenen Patientenkoordinator in Istanbul (Lizenz AK-0456). Seit 2020 hat das Team von Mapa Health mehr als 500 internationale Patienten begleitet.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine persönliche augenärztliche Untersuchung.
Häufige Fragen
Verschwinden die Lichthöfe nach einer Trifokallinse wieder?
Bei den meisten Patienten werden sie in den ersten Monaten deutlich schwächer, weil sich das Gehirn an die neue Linse gewöhnt. Ganz verschwinden sie nicht bei jedem. Wer beruflich viel nachts fährt, sollte das vor der Linsenwahl mit dem Augenarzt besprechen.
Kann eine Kunstlinse später wieder ausgetauscht werden?
Ja, ein Linsentausch ist möglich, aber ein zusätzlicher Eingriff mit eigenen Risiken. Er ist in den ersten Monaten technisch einfacher als nach Jahren. Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Linsenwahl vor dem ersten Eingriff.
Zahlt die Krankenkasse eine Trifokallinse?
Ohne Grauen Star zahlt die gesetzliche Krankenkasse einen rein refraktiven Linsenaustausch nicht. Bei Grauem Star übernimmt sie die Operation mit einer Standardlinse; für eine Premiumlinse zahlen Sie die Mehrkosten selbst. Private Versicherungen regeln das unterschiedlich, fragen Sie vorher nach.
Können beide Augen unterschiedliche Linsen bekommen?
Das ist grundsätzlich möglich und wird in manchen Kliniken gezielt geplant. Bei Mapa Health erhalten beide Augen in der Regel die PanOptix, bei Hornhautverkrümmung die PanOptix Toric.
Welche Linse passt, wenn ich viel am Bildschirm arbeite?
Für den Bildschirm sind sowohl EDOF- als auch Trifokallinsen geeignet. Die PanOptix ist auf einen Zwischenbereich von etwa 60 cm ausgelegt. Wer zusätzlich viel liest, profitiert meist von der Trifokallinse.
Wie lange hält eine Kunstlinse?
Kunstlinsen sind dafür gemacht, ein Leben lang im Auge zu bleiben. Manchmal trübt sich nach Jahren die Kapsel hinter der Linse ein. Das lässt sich mit einem kurzen Lasereingriff (YAG-Laser) beheben.
Brauche ich nach dem Linsenaustausch noch eine Brille?
Mit einer Monofokallinse brauchen Sie zum Lesen eine Brille, mit einer EDOF-Linse oft für kleine Schrift. Mit einer Trifokallinse kommen viele Patienten im Alltag ohne Brille aus. Eine Garantie dafür gibt es bei keiner Linse.
Über den Herausgeber
Dieser Artikel wurde vom Mapa Health Editorial Team erstellt. Mapa Health ist eine vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassene Agentur für Medizintourismus (Genehmigungsnummer AK-0456, ausgestellt im August 2022). Seit 2020 hat Mapa Health über 500 internationale Patienten zu zertifizierten Partnereinrichtungen in Istanbul begleitet. Für eine persönliche Beratung: info@mapahealth.com