Ab 40: Augenlasern oder Linsenaustausch? Ein ehrlicher Vergleich
Hinweis zur Transparenz: Dieser Artikel wird von Mapa Health veröffentlicht, einem Patientenkoordinator mit Sitz in Istanbul, zugelassen vom türkischen Gesundheitsministerium (Lizenz AK-0456). Er dient der Information, hat einen kommerziellen Hintergrund und ersetzt keine augenärztliche Beratung.
Kurze Antwort: Ob Augenlasern oder Linsenaustausch besser passt, hängt ab 40 vor allem von zwei Fragen ab: Wie stark lässt die Nahsicht schon nach, und ist die eigene Linse noch klar? Der Laser korrigiert die Fernsicht, verhindert aber nicht die Altersweitsichtigkeit; eine Lesebrille wird meist nötig, außer es wird eine Monovision geplant. Ein Linsenaustausch mit einer Mehrstärkenlinse korrigiert Ferne und Nähe und verhindert einen späteren Grauen Star, ist aber ein Eingriff im Auge. Er wird meist ab etwa 50 empfohlen.
Auf einen Blick
Augenlasern: korrigiert die Fernsicht über die Hornhaut, verhindert keine Altersweitsichtigkeit, meist 2 bis 3 Tage in Istanbul.
Monovision: ein Auge für die Ferne, eines für die Nähe, vorher mit Kontaktlinsen testen.
Linsenaustausch: ersetzt die eigene Linse, korrigiert mit Mehrstärkenlinsen auch die Nähe, meist 3 bis 4 Tage in Istanbul.
Faustregel: unter 45 und klare Linse eher Laser, ab etwa 50 oder bei beginnender Linsentrübung eher Linsenaustausch, dazwischen entscheidet der Befund.
Koordinator: Mapa Health, Lizenz AK-0456, Trustpilot 4,5 von 5 aus 108 verifizierten Bewertungen, mehr als 500 betreute Patienten seit 2020.
Was ab 40 im Auge passiert
Die eigene Linse im Auge ist in jungen Jahren elastisch. Sie verformt sich, damit wir in der Nähe scharf sehen. Ab etwa 40 bis 45 verliert sie diese Elastizität. Der Arm wird beim Lesen länger, kleine Schrift verschwimmt. Das ist die Altersweitsichtigkeit, auch Presbyopie genannt. Sie betrifft fast jeden Menschen.
Mit den Jahren trübt sich die Linse zudem langsam ein. Daraus entsteht der Graue Star, meist ab 60 oder 70, manchmal früher. Diese beiden Veränderungen sind der Grund, warum die Entscheidung ab 40 anders aussieht als mit 25.
Was der Laser kann und was nicht
Der Laser formt die Hornhaut und korrigiert damit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung für die Ferne. Die eigene Linse bleibt unverändert. Sie altert weiter.
Das bedeutet: Wer mit 45 beide Augen voll auf die Ferne lasern lässt, sieht in die Ferne scharf, braucht zum Lesen aber meist eine Lesebrille. Das überrascht vor allem Kurzsichtige. Viele von ihnen können heute ohne Brille lesen, weil ihre Kurzsichtigkeit die Altersweitsichtigkeit ausgleicht. Nach dem Lasern fällt dieser Vorteil weg.
Für wen der Laser ab 40 trotzdem gut passt: Menschen mit klarer Linse, für die scharfe Fernsicht ohne Brille im Alltag am wichtigsten ist und die mit einer Lesebrille gut leben können. Wichtig sind außerdem eine ausreichend dicke Hornhaut und nicht zu hohe Werte.
Welche weiteren Voraussetzungen für den Laser gelten, lesen Sie im Artikel Wann ist Augenlasern nicht geeignet? Hornhaut, Dioptrien, Alter.
Monovision: ein Auge für die Ferne, eines für die Nähe
Eine Möglichkeit ist die Monovision. Das führende Auge wird auf die Ferne korrigiert, das andere leicht kurzsichtig für die Nähe. Das Gehirn kombiniert beide Bilder. Eine Weiterentwicklung mit größerem Übergangsbereich ist Laser Blended Vision, zum Beispiel mit PRESBYOND von Zeiss.
Monovision verträgt nicht jeder. Das räumliche Sehen kann etwas schwächer sein, und nachts kann die Sicht weniger klar wirken. Deshalb wird Monovision vorher mit Kontaktlinsen getestet, oft über einige Tage. Für Berufskraftfahrer und Menschen, die viel nachts fahren, ist sie häufig nicht die erste Wahl.
Linsenaustausch: Ferne und Nähe in einem Eingriff
Beim Linsenaustausch wird die eigene Linse durch einen kleinen Schnitt entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff dauert etwa 10 bis 15 Minuten pro Auge und wird mit Betäubungstropfen durchgeführt.
Es gibt drei Linsentypen:
Monofokale Linsen sorgen für scharfe Sicht in einer Entfernung, meist der Ferne. Zum Lesen ist eine Brille nötig.
EDOF-Linsen erweitern den Schärfebereich von der Ferne bis in den Zwischenbereich, etwa zum Bildschirm. Sie verursachen meist weniger Lichthöfe als trifokale Linsen.
Trifokale Linsen decken Ferne, Zwischenbereich und Nähe ab, zum Beispiel Alcon PanOptix, Johnson & Johnson Tecnis Synergy oder Zeiss AT LISA tri. Das Gehirn braucht meist vier bis acht Wochen, um sich daran zu gewöhnen. Lichthöfe bei Nacht sind in dieser Zeit häufig.
Ein großer Vorteil: Weil die eigene Linse entfernt wird, kann sich später kein Grauer Star mehr bilden. Der Nachteil: Es ist ein Eingriff im Auge mit eigenen, seltenen Risiken, zum Beispiel einer Netzhautablösung. Sie wird in der Größenordnung von etwa einem Fall auf tausend angegeben und ist bei hoher Kurzsichtigkeit wahrscheinlicher. Bei Behandlungen, die Mapa Health koordiniert, ist eine Nachsorge über 12 Monate im Paket enthalten. Wie die Heilung verläuft, lesen Sie im Artikel Heilung nach Linsenimplantation: Zeitplan und Rückflug.
Eher Laser oder eher Linse? Eine Orientierung
Eher Augenlasern: Sie sind zwischen 40 und etwa 45, Ihre Linse ist klar, Sie lesen noch weitgehend ohne Brille oder können mit einer Lesebrille gut leben, und Ihre Hornhaut ist geeignet.
Eher Monovision: Sie möchten auch ohne Lesebrille auskommen, haben den Test mit Kontaktlinsen gut vertragen und fahren selten nachts.
Eher Linsenaustausch: Sie sind etwa 50 oder älter, brauchen schon für Nähe und Ferne eine Brille, haben eine stärkere Weitsichtigkeit oder eine beginnende Linsentrübung.
Zwischen 45 und 50 gibt es keine pauschale Antwort. Hier entscheiden die Messungen, Ihr Beruf und Ihre Erwartungen. Mapa Health gibt Ihre Werte und Fragen vorab an den Augenarzt der Partnerklinik weiter, damit die Voruntersuchung gezielt geplant werden kann. Einen Überblick über alle Verfahren, auch über die ICL, finden Sie auf der Seite zum Augenlasern in der Türkei.
Zwei Versprechen, denen Sie misstrauen sollten
"Nach dem Lasern nie wieder eine Brille." Für die Ferne oft richtig. Für das Lesen ab Mitte 40 meist nicht, denn die Altersweitsichtigkeit schreitet weiter fort.
"Mit der trifokalen Linse sehen Sie sofort perfekt." Viele Patienten kommen nach dem Linsenaustausch im Alltag ohne Brille aus. Für kleine Schrift bei schlechtem Licht greifen manche aber weiterhin zu einer Brille, und die Gewöhnung braucht Wochen. Niemand kann eine bestimmte Sehschärfe seriös zusagen.
Für wen keine der beiden Lösungen geeignet ist
Ein ehrlicher Koordinator sagt auch, wann weder Laser noch Linsenaustausch geeignet sind.
Bei Erkrankungen der Netzhaut, etwa einer Makuladegeneration, oder bei unkontrolliertem Grünem Star wird in der Regel weder gelasert noch eine Mehrstärkenlinse eingesetzt.
Bei aktiven Entzündungen am Auge wird zuerst die Entzündung behandelt.
Wer sehr viel nachts fährt und Lichthöfe kaum tolerieren kann, ist mit einer trifokalen Linse oft nicht gut beraten. Eine monofokale oder EDOF-Linse kann dann die bessere Wahl sein.
Wer erwartet, nie wieder in irgendeiner Situation eine Brille zu brauchen, wird mit beiden Verfahren möglicherweise enttäuscht.
So läuft die Entscheidung bei Mapa Health
Mapa Health ist kein Augenarzt, sondern ein vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassener Koordinator (Lizenz AK-0456). Senden Sie uns Ihre aktuellen Brillenwerte für Ferne und Nähe sowie Ihr Alter an info@mapahealth.com. So lässt sich vorab einschätzen, welche Verfahren grundsätzlich infrage kommen.
Die Entscheidung fällt bei der Voruntersuchung in der Partnerklinik in Istanbul. Gemessen werden unter anderem Hornhaut, Linse und Netzhaut. Danach erklärt Ihnen der Augenarzt, ob Laser, Monovision oder Linsenaustausch für Sie sinnvoll ist. Sie erhalten einen schriftlichen Plan, der die Klinik und den Augenarzt nennt, bevor Sie reisen. Die Bewertungen auf Trustpilot können Sie vorher selbst prüfen. Mehr zum Linsenaustausch finden Sie auf der Seite zur Linsenimplantation in der Türkei.
Über den Autor
Tayfun Com ist Gründer von Mapa Health, dem vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassenen Patientenkoordinator in Istanbul (Lizenz AK-0456). Seit 2020 hat das Team von Mapa Health mehr als 500 internationale Patienten begleitet.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine persönliche augenärztliche Untersuchung.
Häufige Fragen
Lohnt sich Augenlasern mit über 40 noch?
Oft ja, wenn die Fernsicht das Hauptproblem ist und die eigene Linse noch klar ist. Sie sollten aber wissen, dass der Laser die Altersweitsichtigkeit nicht verhindert. Für das Lesen wird früher oder später meist eine Lesebrille nötig, außer es wird eine Monovision geplant.
Brauche ich nach dem Augenlasern eine Lesebrille?
Ab Mitte 40 sehr wahrscheinlich, spätestens einige Jahre später. Gerade Kurzsichtige, die heute ohne Brille lesen können, verlieren diesen Vorteil, wenn beide Augen voll auf die Ferne korrigiert werden.
Was ist Monovision?
Ein Auge wird auf die Ferne, das andere leicht kurzsichtig für die Nähe korrigiert. Das Gehirn kombiniert beide Bilder. Nicht jeder verträgt das, deshalb wird Monovision vorher mit Kontaktlinsen getestet. Das räumliche Sehen und das Sehen bei Nacht können etwas schwächer sein.
Ab welchem Alter ist ein Linsenaustausch sinnvoll?
Meist ab etwa 50, früher bei stärkerer Weitsichtigkeit, sehr hohen Werten oder einer beginnenden Linsentrübung. Unter 40 ohne Altersweitsichtigkeit sind Laser oder ICL in der Regel die bessere Wahl.
Welche Linsen werden beim Linsenaustausch verwendet?
Monofokale Linsen für eine Entfernung, EDOF-Linsen mit erweitertem Schärfebereich und trifokale Linsen für Ferne, Zwischenbereich und Nähe, zum Beispiel Alcon PanOptix, Johnson & Johnson Tecnis Synergy oder Zeiss AT LISA tri. Welche Linse passt, hängt von Augen, Beruf und Erwartungen ab.
Bekomme ich nach einem Linsenaustausch später noch Grauen Star?
Nein. Beim Linsenaustausch wird die eigene Linse entfernt, die sich sonst später eintrüben würde. Ein Grauer Star kann deshalb nicht mehr entstehen. Manchmal trübt sich nach Jahren die Kapsel hinter der Kunstlinse ein, das lässt sich mit einem kurzen Lasereingriff beheben.
Wie lange bleibe ich in Istanbul?
Für das Augenlasern meist 2 bis 3 Tage, für einen Linsenaustausch an beiden Augen meist 3 bis 4 Tage. Die genaue Dauer steht in Ihrem schriftlichen Plan von Mapa Health.
Über den Herausgeber
Dieser Artikel wurde vom Mapa Health Editorial Team erstellt. Mapa Health ist eine vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassene Agentur für Medizintourismus (Genehmigungsnummer AK-0456, ausgestellt im August 2022). Seit 2020 hat Mapa Health über 500 internationale Patienten zu zertifizierten Partnereinrichtungen in Istanbul begleitet. Für eine persönliche Beratung: info@mapahealth.com